Kulturausschuss vom 2.9.2014

Hier das Protokoll des heutigen Kulturausschusses. Alle Akten wurden diesmal einstimmig beschlossen. Ebenfalls nahezu einstimmig war die Erheiterung über die Wortmeldung der FPÖ-Abgeordneten Ute Meyer zu Post Nr. 7 (s.u.).

Post Nr. 1
Zur Förderung an diverse Theatergruppen und -institutionen der OFF-Szene in Form von Jahressubventionen, Projektzuschüssen und Beratungskosten wird im Jahr 2015 ein erster Rahmenbetrag in der Höhe von 2 500 000 EUR genehmigt. Für die Bedeckung des Betrages in der Höhe von 2 500 000 EUR ist im Voranschlag 2015 Vorsorge zu treffen.

Post Nr. 2
Die Subvention an die IG Autorinnen Autoren im Jahr 2014 für die Durchführung des Projektes „Writers in Exile – Zufluchtstätte Wien“ in der Höhe von 20 350 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3300/757, gegeben.

Post Nr. 3
Die Subvention an die Österreichische Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem für die Durchführung von drei Wien-bezogenen Forschungsprojekten im Jahr 2014 in der Höhe von 22 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/2891/757 gegeben.

Post Nr. 4
Die Subvention an die Österreichische Forschungsgemeinschaft für die Durchführung ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten im Jahr 2014 in der Höhe von 60 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/2891/757 gegeben.

Post Nr. 5
Die Subvention an die Österreichische Akademie der Wissenschaften im Jahr 2014 für die Durchführung von 16 Wien-bezogenen Sonderprojekten in der Höhe von 149 500 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf 1/2891/757 gegeben.

Post Nr. 6
Allfälliges

Post Nr. 7
1) Die Subvention an die Literatur- und Contentmarketing GesmbH im Jahr 2014 für die Durchführung der Buchmesse und der Lesefestwoche im Rahmen der BUCH WIEN 2014 in der Höhe von 107 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist – vorbehaltlich der Genehmigung des Punktes 2 – auf Ansatz 3300, Förderung von Schrifttum und Sprache, Post 755, laufende Transferzahlungen an Unternehmungen (ohne Finanzunternehmungen), gegeben.
2) Für die Subvention an die Literatur- und Contentmarketing GesmbH im Jahr 2014 für die Durchführung der Buchmesse und der Lesefestwoche im Rahmen der BUCH WIEN 2014 wird auf Ansatz 3300, Förderung von Schrifttum und Sprache Post 755, laufende Transferzahlungen an Unternehmungen (ohne Finanzunternehmungen) eine erste Überschreitung in Höhe von 7 000 EUR genehmigt, die in Minderausgabe auf Ansatz 0264, Sammelansatz Geschäftsgruppe 4 Post 631, Telekommunikationsdienste mit 7 000 EUR zu decken ist.
Gemeinderätin Ute Meyer (FPÖ) fragt, warum bei der Buch Wien keine österreichischen AutorInnen zum Zuge kämen. Die allgemeine Ratlosigkeit was sie damit meinen könnte (immerhin dient die vom Hauptverband des österreichischen Buchhandels veranstaltete Buchmesse und Lesefestwoche eben vor allem der Förderung österreichischer Bücher) weicht der Heiterkeit, als jemand die Abgeordnete aufklärt dass sie den vorliegenden Subventionsakt offenbar mit jenem für das Projekt Eine Stadt. Ein Buch. verwechselt hat. Nichtsdestotrotz legt die kulturaffine Gemeinderätin noch eins drauf und fordert: “Man könnte doch zum Beispiel mal unsere Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek auswählen!”

Zur Erinnerung:

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Kulturausschuss vom 2.6.2014

Hier das Protokoll des heutigen Kulturausschusses. Wo nicht anders vermerkt erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Post Nr. 1
Gemäß § 13. (7) 6. des Wiener Museumsgesetzes hat das Kuratorium der Museen der Stadt Wien einen jährlichen Bericht über die Erreichung der grundsätzlichen Ziele der wissenschaftlichen Anstalt öffentlichen Rechtes Museen der Stadt Wien vorzulegen. Beiliegend wird der Bericht zum Geschäftsjahr 2013 zur Kenntnisnahme übermittelt.

Post Nr. 2
Die Subvention an den „Verband österreichischer gewerkschaftlicher Bildung“ für das Projekt „KulturlotsInnen – Kulturvermittlung am Arbeitsplatz“ im Jahr 2014 in der Höhe von 100 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 im Voranschlag 2014 gegeben.
Mit den Stimmen von SPÖ und Grünen angenommen.

Post Nr. 3
Die Subvention an die „IG Kultur Wien – Wiener Interessensgemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit“ für den „Innovationspreis der freien Kulturszene Wiens“ im Jahr 2014 in der Höhe von 20 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 im Voranschlag 2014 gegeben. Weiterlesen

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Kulturausschuss vom 6.5.2014

Hier das Protokoll des gestrigen Kulturausschusses, in dem mich dankenswerter Weise Alexander Van der Bellen vertreten hat. Wo nicht anders vermerkt erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Post Nr. 1
Die Subvention an „Romano Centro – Verein für Roma“ für das Kulturprogramm im Jahr 2014 in der Höhe von 10 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 im Voranschlag 2014 gegeben.

Post Nr. 2
Die Subvention an den „Verein für integrative Lebensgestaltung“ für die kulturelle Grundtätigkeit und das Abo-Programm im Jahr 2014 in der Höhe von 125 000 EUR wird genehmigt. Ein Teilbetrag in der Höhe von 80 000 EUR wird aus dem Rahmenbetrag „Stadtteilkultur und Interkulturalität“ (GR-Beschluss vom 13. Dezember 2013, Pr.-Zahl 03822-2013/0001-GKU) zur Verfügung gestellt. Die Bedeckung der restlichen Förderung in der Höhe von 45 000 EUR ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 im Voranschlag 2014 gegeben. Weiterlesen

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Was man noch sagen darf

Das Antidiskriminierungs-Organ des Sprachpolizeiopferverbandes “Fairness für Alter Weißer Mann” (F-Alter) fragt wieder mal besorgt “was man noch sagen darf”.

Auch hierblogs wurde ja schon “sich an der eignen moralischen Suprematie berauschend” als “moralischer Trittbrettfahrer am Opferbonus” mitgenascht, wie sich F-Alter zurecht empört.

Dabei kann man die Frage auch ganz einfach beantworten:

Quelle: xkcd

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Kulturausschuss vom 1. April 2014

Hier das Protokoll des heutigen Kulturausschusses. Wo nicht anders vermerkt erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Post Nr. 1
Die Subvention an „Initiative Minderheiten. Verein zur Förderung des Zusammenlebens von Minderheiten und Mehrheiten“ im Jahr 2014 für das Ausstellungsprojekt „Romane Thana – Orte der Roma“ in der Höhe von 10 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben.

Post Nr. 2
Die Subvention an den Verein Musica Juventutis im Jahr 2014 für die Förderung des österreichischen Musikerinnen – und Musikernachwuchses in der Höhe von 18 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3220/757 gegeben.

Post Nr. 3
Die Subvention an die Orchester Wiener Akademie GmbH im Jahr 2014 für den Zyklus im Musikverein in der Höhe von 51 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3220/755 gegeben. Weiterlesen

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Blackface und der Untergang der abendländischen Kultur

Vergangene Woche sorgte die Aktion eines TV-Comedians am Opernball auch international für Empörung: Er schminkte sich schwarz, um sich einer amerikanischen Celebrity zu nähern. Blackface, also die Repräsentation schwarzer Menschen durch Weiße mithilfe dunkler Schminke, steht in einer Tradition rassistischer Stereotype und ist daher in aufgeklärten Gesellschaften verpönt. In den Vereinigten Staaten des 19. Jahrhunderts spielten weiße, schwarz geschminkte Schauspieler einem weißen Publikum in sogenannten Minstrel-Shows herabwürdigende Stereotype von Schwarzen vor: Diese wurden  als ständig fröhliche, singende, betrunkene und naive SklavInnen dargestellt, die ihre BesitzerInnen trotz harter Arbeit lieben.

Der Sender Puls 4 hat sich daraufhin “in aller Form für diesen inakzeptablen Auftritt” entschuldigt. Der Privatsender nutzte die Gelegenheit für einen Schritt zur Aufklärung und bemühte sich damit zur Sensibilisierung beizutragen – ein hierzulande leider unüblich konstruktives Vorgehen.

Gleichzeitig wurden auch in Wiener Kulturinstitutionen ähnliche Fälle bekannt: Mit Blackface-Plakaten wird zurzeit eine Aufführung von “Otello darf nicht platzen” im von der Arbeiterkammer betriebenen Theater Akzent beworben. Nachdem ich vor einigen Wochen auf den rassistischen Konnex hingewiesen hatte, reagierte die Theaterleiterung sofort, nahm die Blackface-Motive von der eigenen Homepage und distanzierte sich dort sogar von dem Stück. Die eingemietete Produktion habe die zunächst getätigte Zusage, die Werbemittel neu zu produzieren, zurückgezogen, erzählt der Theaterleiter, „da sie das Stück nicht anders bewerben kann.“ Die Wiener Theatermacherin Asli Kislal berichtet über ein Gespräch mit dem Produzenten Bruno Thost, für ihn sei Blackface eine “Theatertradition”, außerdem würden nunmal alle Schwarzen gleich aussehen.

Seit gestern sieht sich auch das Flaggschiff der Wiener Kulturpolitik, die Wiener Festwochen, mit dem Vorwurf der mangelnden Sensibilität gegenüber solchen rassistischen “Traditionen” konfrontiert: Pamoja, die Bewegung der jungen Afrikanischen Diaspora in Österreich, übt gemeinsam mit zahlreichen Organisationen aus dem In- und Ausland heftige Kritik an der geplanten Aufführung des Theaterstücks “Die N…” von Jean Genet in der Fassung von Johan Simons.

Auch hier sind in der Ankündigung Blackface-Motive zu sehen, außerdem gilt die Verwendung des N-Wortes im heutigen Sprachgebrauch als schwere rassistische Beleidigung. Eine sehr lesenswerte Übersicht über Begrifflichkeiten und Alternativen findet sich hier. In anderen Ländern wäre es heute undenkbar, zum Beispiel den Begriff “The N…” als Übersetzung des französischen Originaltitels aus dem Jahr 1948 zu verwenden: Auf Englisch heißt das Stück “The Blacks”. Warum also nicht auch auf Deutsch eine zeitgemäße Übersetzung wie “Die Schwarzen”?

Diese Frage habe ich dem von mir sehr geschätzten Festwochen-Chef Markus Hinterhäuser gestellt. Und ich halte das Argument, man dürfe historische Namen und Stoffe nicht verändern, ehrlich gesagt für kleingeistig und provinziell. Es geht auch nicht um die Abschaffung von Mozartopern oder Shakespeare-Stücken, sondern um eine zeitgemäße Sprache und um Respekt vor jenen, die auch heute noch tagtäglich von rassistischer Diskriminierung betroffen sind. Keine namhafte Kulturinstitution würde beispielsweise heute antisemitische Stereotype unreflektiert wiedergeben, warum tun wir es aber trotz einer Geschichte kolonialer Verbrechen bei Menschen mit afrikanischen Wurzeln?

Kein Mensch sieht die abendländische Kultur bedroht, wenn das Nibelungenlied heute auf neuhochdeutsch gelesen wird, warum also nicht auch zeitgemäße Begriffe finden, die nicht jene verletzen, die ohnehin unter latentem Alltagsrassismus zu leiden haben? Muss sich der ausgerechnet in der Kunst wiederholen? Und so wie der Däne Hamlet nicht nur von dänischen SchauspielerInnen gespielt werden kann, so kann er eben – ebenso wie Othello – von Schwarzen oder Weißen gespielt werden, ohne dass man ihnen dafür eine andere Hautfarbe ins Gesicht pinseln muss. Besteht die Kraft von Theater und gutem Schauspiel nicht darin die Imagination zu wecken?

Das Stück von Jean Genet selbst stellt im Original übrigens eine beißende Kritik an rassistischen Stereotypen dar. Außerdem hat Genet zu Lebzeiten ausdrücklich darauf bestanden, dass es – anders als bei der nunmehrigen Produktion der Festwochen mit nur einem schwarzen Schauspieler – ausschließlich von Schwarzen gespielt werden solle: Das Stück sei schwarzen Darstellern auf den Leib geschrieben und für weiße durchaus ungeeignet, zitiert der “Spiegel” Genet im Jahr 1964.

Offenbar herrscht hierzulande noch wenig Sensibilität für die diskriminierende und verletzende Wirkung rassistischer Stereotype und Begriffe. Wollen die Festwochen als internationales Aushängeschild von Wien nun weiter dazu beitragen, dass wir uns zum Beispiel in den USA fragen lassen müssen “Ist das normal in Österreich, dass sich Leute das Gesicht zum Spaß schwarz anmalen und Leute beleidigen?” oder “Ist Österreich wirklich so rassistisch wie immer alle sagen?”, wie die Wiener Zeitung die Folgen des Blackface-Vorfalls am Opernball beschreibt? Und damit international wieder einmal Reaktionen provozieren, “die all das bestätigen, was man dort immer schon über Österreich im Allgemeinen und Wien im Besonderen weiß, beziehungsweise zu wissen glaubt”? Oder wollen sich die Festwochen als provinzielle “Narren unter Narren” in einer “karnevalesken Umgebung” positionieren, wie Falter-Kulturredakteur Mathias Dusini den Vorfall beim Opernball beschreibt?

Wäre es da nicht einem weltoffenen und avantgardistischen Kulturauftrag angemessener, die Kritik an der Präsentation der Genet-Aufführung zum Anlass zu nehmen, rassistische Bilder und Begriffe zu korrigieren? Und jedenfalls die KritikerInnen einzuladen, im Umfeld der Premiere einen Beitrag zur Aufklärung und Sensibilisierung einzuladen? Die abendländische Kultur geht nicht unter, wenn sie die rassistischen und kolonialen Bilder ihrer Vergangenheit zeitgemäß interpretiert und kontextualisiert. Sie bleibt stehen und verrostet, wenn sie das nicht tut.

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Kulturausschuss vom 4. März 2014

Hier das Protokoll des heutigen Kulturausschusses. Wo nicht anders vermerkt erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Post Nr. 1
Die Subvention an den Verein „IG Kultur Wien – Wiener Interessensgemeinschaft für freie und autonome Kulturarbeit“ für die Jahrestätigkeit und das Kulturinfoservice im Jahr 2014 in der Höhe von 79 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben.

Post Nr. 2
1) Die Subvention an den „Verein zur Förderung der Stadtbenutzung“ für das Projekt „Wienwoche“ im Jahr 2014 in der Höhe von 453 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist – vorbehaltlich der Genehmigung des Punktes 2 – auf Ansatz 3819, sonstige kulturelle Maßnahmen, Post 757, laufende Transferzahlungen an private Organisationen ohne Erwerbszweck, gegeben.
2) Für die Subvention an den „Verein zur Förderung der Stadtbenutzung“ für das Projekt „Wienwoche“ wird im Voranschlag 2014 auf Ansatz 3819, sonstige kulturelle Maßnahmen, Post 757, laufende Transferzahlungen an private Organisationen ohne Erwerbszweck, eine erste Überschreitung in der Höhe von 40 000 EUR genehmigt, die in Verstärkungsmitteln mit 40 000 EUR zu decken ist.
Gegen die Stimmen von ÖVP und FPÖ angenommen.

Post Nr. 3
Die Subvention an den Verein Gruppe Wespennest im Jahr 2014 für die Durchführung der Aktivitäten in der Höhe von 28 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3300/757, gegeben. Weiterlesen

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Kulturausschuss vom 11. Februar 2014

Hier das Protokoll des dieswöchigen Kulturausschusses. Wo nicht anders vermerkt erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Post Nr. 1
Die Subvention an den Verein „Popfest Wien – Verein zur Förderung & Verbreitung von innovativer, zeitgenössischer Popmusik“ für das „Popfest Wien – Kuratiertes Qualitäts-festival für österreichische Populärmusik“ im Jahr 2014 in der Höhe von 180 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben.

Post Nr. 2
Die Subvention an den „Kulturverein österreichischer Roma – Dokumentations- und Informationszentrum“ für Gehaltszahlungen und kulturelle Aktivitäten im Jahr 2014 in der Höhe von 115 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf der Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben.
Gegen die Stimmen der FPÖ angenommen.

Post Nr. 3
Zur Förderung an diverse Theatergruppen und -institutionen in Form von Jahressubventionen, Projektzuschüssen und Beratungskosten wird im Jahr 2014 ein zweiter Rahmenbetrag in der Höhe von 500 000 EUR genehmigt. Der zu diesem Zweck gewährte Rahmenbetrag erhöht sich damit auf 3 000 000 EUR. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3240/757 und auf Haushaltsstelle 1/3240/755 gegeben. Weiterlesen

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Kulturausschuss vom 14. Jänner 2014

Hier das Protokoll des heutigen Kulturausschusses. Wo nicht anders vermerkt erfolgte die Abstimmung einstimmig.

Post Nr. 1
Die Subvention für „D’Akkordeon“ – Kulturverein zur Förderung und Verbreitung von Akkordeonmusik im Jahr 2014 für das Akkordeonfestival in der Höhe von 50 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben.

Post Nr. 2
Die Subvention an das Ensemble 20. Jahrhundert, Instrumentalensemble für Musik im Jahr 2014 für die Konzerte in Wien in der Höhe von 28 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3220/757 gegeben.

Post Nr. 3
Die Subvention an den Hot Club de Vienne (Verein zur Förderung der Jazzmusik) im Jahr 2014 für die eingereichten Projekte in der Höhe von 26 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben.

Post Nr. 4
Die Subvention an das Wiener Volksliedwerk im Jahr 2014 für das Wienerliedfestival „wean hean“ in der Höhe von 65 000 EUR wird genehmigt. Die Bedeckung ist auf Haushaltsstelle 1/3813/757 gegeben. Weiterlesen

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Too big to fail?

“Dass der Juniorpartner der Wiener Stadtkoalition so mir nichts, dir nichts der Erhöhung der Förderung der Vereinigten Bühnen zustimmt, ist erstaunlich”, war gestern in einem Gastkommentar im Standard zu lesen. Heute erschien dort – leicht gekürzt – meine Antwort:

Dass der SPÖ-Beamte Andreas Stadler und Präsidentenberater Meinhard Rauchensteiner – beide schätze ich persönlich sehr – der Meinung sind, dass das Wiener Kulturressort zu den Grünen wandern müsse, freut einen natürlich. Dass ausgerechnet ein Sozialdemokrat den Grünen dann die Zustimmung zur vorübergehenden Subventionserhöhung der Vereinigten Bühnen Wien (VBW) anlastet, ist allerdings nicht ohne Witz.

Ja, auch ich halte es für verkehrt dem Kulturtanker VBW bedingungslos noch mehr Steuergeld zu geben, während kleine Kulturinitiativen und ein Großteil der Kulturschaffenden nur durch Selbstausbeutung überleben können. Meine Freunde Stadler und Rauchensteiner wissen auch, wie zähe wir um eine grundlegende Reform der VBW kämpfen, um erstens eine langfristige Senkung des Subventionsbedarfs und zweitens sicherzustellen, dass mit der Förderung nicht mehr platte Kommerzmusicals sondern zeitgemäßes Musiktheater mit mehr Eigenproduktionen und einer Öffnung hin zur freien Szene finanziert wird. Und es freut mich, wenn wir hier auch bei der SPÖ Verbündete haben – verbunden mit der Hoffnung, dass sie dieses Anliegen auch in ihrer eigenen Partei vorbringen. Beide Autoren wissen auch, dass die Entscheidung über die auf zwei Jahre befristete Subventionserhöhung nicht auf kulturpolitischer Ebene getroffen wurde. Und dass es die roten und grünen Kulturpolitiker waren, die darauf bestanden haben, dass wenigstens Anfang 2014 ein umfassendes Reformkonzept samt Zurückschrauben der Subvention ab 2016 vorgelegt wird. Als alte Polithasen wissen sie aber auch, dass es eben nicht immer gelingt, für die eigenen Überzeugungen Mehrheiten zu finden – nicht in einer Koalition und manchmal nichtmal in der eigenen Partei. Ich habe mein Scheitern in dieser Frage sogar öffentlich gemacht, ein in der Politik nicht gerade üblicher Schritt.

Dort, wo Grüne Kulturpolitik ihren Einfluss als Juniorpartner geltend machen konnte, hat sie das immer zugunsten kleinerer Initiativen und freier Künstler gemacht. So ist etwa die Wienwoche kein „grünes Grätzelfest“, sondern steht jedem offen – samt transparentem, öffentlichem Bewerbungsverfahren. So haben wir dafür gesorgt, dass sich autokratische Machthaber in Leitungsfunktionen nicht mehr auf Kosten der Steuerzahler persönlich bereichern. So haben wir Künstlern aus weniger privilegierten Schichten – etwa der Zuwanderungsbevölkerung – Zugang zu Ressourcen ermöglicht, etwa mit dem Projekt „kültür gemma!“, dem „Divercity Lab“ in Kooperation mit der Garage X oder dem Kulturinfoservice Wien. So kämpfen wir weiterhin für eine gerechtere und transparente Vergabe von Förderungen und Leitungsfunktionen.

Das Konzept „too big to fail“, das nun bei den VBW zum Tragen kam, halte ich für ebenso falsch wie viele meiner sozialdemokratischen Freunde. In Abwandlung eines Spruchs über Bankenrettungspakete könnte man auch sagen: Wären die Kulturschaffenden dieser Stadt ein Kulturtanker hätten wir sie längst gerettet. Das können wir Grünen aber nicht alleine. Deshalb freut uns Unterstützung von jeder Seite. Wir werden sie brauchen.

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